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Merida One Twenty HFS im Test: Sehr gut

Im BIKE Kurztest: Merida One Twenty HFS 3000 Disc

Merida bringt eine neue 120er-Plattform ins Spiel. Ein sportliches Touren-Fully zum attraktiven Preis. BIKE-Testurteil: SEHR GUT!

Die 140-Milimeter-Klasse der All Mountains sei "südlastig", sagt Merida, und bringt daher mit dem One Twenty eine brandneue 120-Milimeter-Plattform auf den Markt. Ein Bike, das alles können soll, von Marathons bis Einsatz auf schweren Trails. Ein Bike, das im welligen Norden so gut funktioniert wie in den Alpen. Wir haben das Preis/Leistungs-Modell HFS 3000 getestet. Der Hydroforming-Alu-Rahmen besticht durch eine eigene, gelungene Optik. Mit einem Fahrwerksgewicht von 3,1 Kilo ist die Konstruktion recht schwer, aber dafür sehr steif (78 Nm/Grad). Die Ausstattung ist gelungen abgemischt, die kräftigen Bremsen (große Scheiben) passen zum Einsatzbereich. Die Kennlinien von Gabel und Hinterbau laufen fast deckungsgleich, das spürt man in der Praxis durch ein sehr harmonisches, effektiv und schnell arbeitendes Fahrwerk. Man kann und muss nichts verstellen, das wird den meisten Fahrern dieser Kategorie symphatisch sein. Denn so hat man, ist das Bike einmal abgestimmt, seine Ruhe. Das Bike hat deutlich mehr Reserven als ein 100-Milimeter-Racer und erlaubt einen spielerischen Fahrstil. Dabei bleibt es durch die lange Geometrie sportlich genug für den Marathon-Startblock. Bergauf bringt einen eben diese Geometrie in eine vortriebsorientierte Fahrposition, der lange Vorbau spricht eine klare Sprache.

Fazit: Das neue One Twenty ist ein stimmiges Bike zum attraktiven Preis. Ein Tourer für eine große Zielgruppe gleichzeitig ein Marathon-Racer mit Reserven.

 

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